Die bulgarische Hauptstadt Sofia liegt im Zentrum der Balkanen. Dort kreuzen sich die Wege von Westeuropa nach Zarigrad, vom Schwarzen Meer zum Adriatischen Meer, von der Donau nach dem Weißen Meer. Sofia ist von Gebirgen umgeben. Die nahe stehenden sind Ljulin und Vitoscha. Die Stadt ist auf einer Höhe von 550 m über dem Meeresspiegel. Die Lage der Stadt (in einem Talkessel) und die Nähe der Berge machen das Klima mild und angenehm. Die Vielfalt von Parks und Wäldern bewundern den Besucher. Die Bevölkerung der Stadt ist etwa 1.2 Mio. Menschen. Die Stadt ist 55 km von der serbischen Grenze Kalotina, 113 km von der mazedonischen Grenze Güeschevo, 183 km von der griechischen Grenze Kulata, 315 km von der türkischen Grenzen Kapitan Andreevo und 324 km von Russe entfernt. Sofia ist eine Stadt mit tausendjährlicher Geschichte. Die ersten Menschensiedlungen sind von dem Neolithikum (vor 5000 Jh.). An der Stelle der ehemaligen Neolithensiedlung entsteht um die thermalen Quellen herum im 8. Jh. v. Chr. eine alte trakische Siedlung des Stammes Serdi. Später kamen die Römer und machten aus der Siedlung ein Zentrum mit großer strategischer Rolle. Sie gaben der Stadt den Namen Serdika. Überreste von den Festungsmauern und den öffentlichen Gebäuden gefunden und erhalten. Man kann sie noch heute in den Unterführungen der Hauptstadt sehen. Im 3. und 4. Jh. war die Stadt mehrmals von Goten, Westgoten und Hunnen überfallen, denn die Stadt hat eine sehr günstige Lage – an einer wichtigen Kreuzung. Am Ende des 6. und am Anfang des 7. Jh. ist sie ein wichtiges Administrativ – und Wirtschaftszentrum des Byzantinischen Imperiums und mit Namen Triadiza bekannt. Im 809, in der Zeit von Chan Krum ist die Stadt schon ein Teil des bulgarischen Staates und mit den slawischen Namen Sredez bekannt. Am Ende des 14. Jh. bekommt die Stadt den Namen der Göttin der Weisheit und der großen alten Kirche "St. Sofia". Im 1392 erobern die Türken die Stadt und Sofia bekommt schnell ein orientalisches Aussehen. Ende des 18. Jh. ist Sofia sehr verfallen, aber nach der Befreiung wird sie Hauptstadt von Bulgarien und eine Stadt mit einem neuen schönen Aussehen. Seit dem Altertum ist Sofia mit ihrer Vielfalt von kalten und warmen Mineralquellen berühmt. Das Wasser ist hochgeschätzt, denn es hat eine heilende Wirkung. Die Quellen strömen bis heute wie im Zentrum der Stadt, so auch in den Wohnvierteln Knjashevo, Gorna Banja, Ovtscha Kupel und in der Stadt Bankja (20 km von Sofia). Unter den Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt ist das älteste Denkmal – die Rotunde "St. George", die im 4. Jh. v. Chr. gebaut ist. Im 6. Jh. wird sie ein christlicher Tempel. In der Zeit von Selim der 5. war die Rotunde eine Moschee und nach der Befreiung ist sie wie eine christliche Kirche geformt. Sie ist mit einer halbsphärischen Kuppel, nicht groß, aber schön und mit Wandmalereien von drei verschiedenen Epochen – von dem 10., 12. und 14. -15. Jh. Das Tempel – Denkmal "Aleksander Nevski" ist nach der Befreiung von 1904 bis 1912 gebaut. Seine Länge ist 72 m. und seine Breite und Höhe – 55 m. Die Äußerseite des Tempels ist von harmonisch gradierten vergoldeten Kuppeln und Bögen geformt. Die innere Verzierung bewundert mit der Pracht des Materials – brasilianischer Onyx, italienischer Marmor und afrikanische Alabaster. Die Kirche "St. Petka Samardshiiska" wurde im 14. Jh. aufgebaut. Das Kostbare ist ihre Wandmalerei. Sie sind in drei Schichten von dem 15. – 17. Jh. Andere Sehenswürdigkeiten sind das gut erhaltene Badehaus – eine Ex – Moschee mit einem schönen Bogeneingang, die russische Kirche "St. Nikolai" - ein typisches Beispiel des moskauer Architekturstils, das Gebäude des Volkstheater – in einem neuklassischen Stil gebaut und viele andere. Besonders interessant ist die Bojaner Kirche, die am Fuße vom Vitoscha – Gebirge liegt. Ihr ältester Teil datiert vom Anfang des 11. Jh. Die Wandmalereien sind mit besonders frischen Farben und bewundern mit dem Realismus der dargestellten Szenen und mit dem menschlichen Aussehen der Heiligen. Die Gabe des Bojaner Meisters ist besonders stark bei den gemalten Stiftungsbildern gezeigt. Die Stifter der Kirche waren der Zar Kalojan und seine Frau Dessislava. In der Stadt gibt es noch viele historische, architektonische und kulturelle Denkmäler. Im Zentrum der Stadt erhebt sich das größte Kongresszentrum der Balkanen – der Nationale Kulturpalast. Darin gibt es 16 Säle und mehr als 5000 Plätze. Er ist eine ideale Stelle für Kongresse, Festivals, Konzerte und andere. In der Nähe der Stadt befinden sich der Pantscharever See und der Stausee Iskar. In den Freibädern und Segelbasen kann man sich erholen und Sport treiben.

